Messier 31 – Andromeda-Galaxie

Messier 31 mit TS Apo 80/480 – zum vergrößern auf das Bild klicken.

Im Oktober 2019 ist ein langer Wunsch meinerseits in Erfüllung gegangen: Die Andromeda-Galaxie mit einer CCD-Kamera zu fotografieren. Bisher war dies aufgrund des Cropfaktors und den 1000mm Brennweite meines ONTC-Newtons nicht möglich. Dank des TS Photoline 80/480 Triplet-Apos war es nun so weit. Außerdem verwendete ich erstmals meine neuen CCD-Kamerafilter von Baader. Die Aufnahmenacht gestaltete sich jedoch als sehr schwierig, da immer wieder Schleierwolken durchzogen.

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Je RGB-Kanal wurden sechs Aufnahme á 240 Sekunden und für Luminanz zehn Aufnahmen á 240 Sekunden erstellt. Dies bedeutet eine Gesamtbelichtungszeit von 112 Minuten.
Die Bearbeitung erfolgte “Quick & Dirty” in PixInsight. Bei den Flats lief leider auch etwas schief aber das Bild war für mich noch gut genug um es hier zu präsentieren. Mehr Aufnahmezeit hätte dem Bild sicher gut getan.

GeräteBeschreibung
TeleskopTS-Optics Photoline 80mm f/6 FPL53 Triplet-Apo 2,5" RPA der Firma Teleskop Service
Montierung10Micron GM 1000 HPS
KameraMoravian G2-8300 FW
Filter2" LRGB-Filter von Baader
Flattener3" TS-Optics REFRAKTOR 1.0x Flattener
Guidingunguided
SoftwarePixInsight / Photoshop CS6

Mehr Informationen zu Messier 31

Die M31 ist die größte Spiralgalaxie in der Lokalen Gruppe, zu der auch unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, gehört. Auch M33 – Dreiecksgalaxie – gehört zu dieser Gruppe. Um mein Bild überhaupt möglich zu machen, mussten die Photonen ca. 2,56 ± 0,06 Lichtjahre reisen. Das ist schon beachtlich. Die Andromeda-Galaxie, früher auch als Andromeda-Nebel bezeichnet, als man noch nicht wusste, dass es Galaxien gibt, ist deutlich größer als die Milchstraße. Ihr Durchmesser beträgt stolze 142.000 Lichtjahre und die Anzahl der Sterne wird auf 10 hoch 12 geschätzt oder anders ausgedrückt, eine Eins mit zwölf Nullen.

Interessant ist, dass M31 und die Milchstraße in 3,9 Milliarden (!) Jahren sich “berühren” und nach “nur” zwei Millarden später fusionieren werden. Das ist wahrscheinlich die langsamste Standortfusion aller Zeiten.

Auf der Aufnahme sind die beiden Begleitgalaxien: M32, die kleine runde nahe dem Zentrum und M110, die größere der Beiden, erkannt werden.

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